Liebe Münchner*innen,
liebe Nachbar*innen im Landkreis,
vielen Dank für Ihr Interesse an „München rettet Leben“ und daran, uns als Ersthelfer*in zu unterstützen. Vielleicht haben Sie sich auch bereits registriert – in diesem Fall möchte ich Ihnen dafür ebenfalls herzlich danken.
Seit dem Alarmierungsstart im September 2021 ist die Zahl der registrierten Ersthelfer*innen stetig angewachsen. Dieser Erfolg freut mich persönlich sehr, denn dadurch steigt die Chance deutlich, dass bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand schnell Hilfe vor Ort ist und ein Leben gerettet werden kann.
Noch immer überleben im Vergleich mit anderen europäischen Ländern in Deutschland insgesamt zu wenige Menschen einen plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb des Krankenhauses oder erleiden deswegen dauerhaften körperlichen Schaden. Hier sind wir nun auf einem guten Weg.
Unser Ziel ist aber klar: Wir wollen noch weitere Ersthelfer*innen für „München rettet Leben“ gewinnen und so die Maschen des sprichwörtlichen Netzes enger werden lassen, damit zukünftig im Idealfall niemand mehr durch dieses hindurchrutscht – unabhängig davon, ob der Notfall in der Stadt oder im Landkreis München auftritt.
Daher möchte ich Sie ermutigen: Wenn Sie zu dem Personenkreis möglicher Ersthelfer*innen gehören und sich noch nicht für „München rettet leben“ registriert haben, bitte unterstützen Sie uns! Die meisten Ersthelfer*innen werden von ihrem Zuhause aus zu Notfällen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft alarmiert. Sie helfen also nicht zuletzt dort vor Ort, wo Sie wohnen, in Ihrem Stadtbezirk bzw. Ihrer Gemeinde.
Lassen Sie uns gemeinsam weiter dafür einsetzen, den plötzlichen Herztod zu verhindern und Leben zu retten.

Copyright Michael Nagy
Ihr
Dominik Krause
Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München
Liebe Münchner*innen,
liebe Ersthelfer*innen,
ein plötzlicher Herz-Kreislaufstillstand ist ein lebensbedrohlicher Notfall. Die Münchner Rettungsdienste und Feuerwehren geben jeden Tag ihr Bestes, damit Betroffene schnell versorgt werden. In der Regel dauert es dabei nur wenige Minuten, bis die Einsatzkräfte vor Ort sind. Dennoch verstreicht bis dahin wertvolle Zeit, in der oft keine lebensrettenden Maßnahmen durchgeführt werden. Die Überlebenschancen der Betroffenen steigen erheblich, wenn ein Ersthelfer oder eine Ersthelferin vor Ort ist, und mit einer Wiederbelebung beginnt. Deshalb starten wir mit unseren Kooperationspartnern jetzt das Projekt „München rettet Leben“.
Die Idee: Geschulte Ersthelfer*innen, die sich zufällig in der Nähe des Notfalls befinden, werden per Handy-App alarmiert und können mit den dringend nötigen Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen. Die Münchner*innen können künftig also damit rechnen, dass im Ernstfall zuerst Zivilpersonen ankommen, um zu helfen.
In der ersten Phase des Projekts sollen aktiv im Rettungs- und Notarztdienst Tätige mitwirken, gefolgt von weiterem medizinischem Fachpersonal und schließlich geschulten Laien.
Ich hoffe, dass sich in dieser nun beginnenden ersten Phase viele freiwillige Rettungsdienstler*innen und Notärzt*innen für das Projekt begeistern können.
Ich möchte mich bereits jetzt bei allen Ersthelfer*innen herzlich bedanken. Durch Ihr Engagement wird „München Rettet Leben“ ein Erfolg!

Copyright Tobias Hase
Ihre
Beatrix Zurek
Gesundheitsreferentin der Landeshauptstadt München
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe neu gewonnene Ersthelferinnen und Ersthelfer,
ich freue mich sehr, dass jetzt mit Ihnen das gemeinsame Projekt „Mobilfunkaktivierte Laienreanimation“ endlich startet. Leider ließ die Corona-Pandemie einen früheren Start nicht zu.
Der plötzliche Herztod ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen allerdings, dass durch eine optimale Laienreanimation die Überlebensrate verdoppelt bis verdreifacht werden kann. Jedoch ist die Hilfsbereitschaft von potenziellen Ersthelfern aus der Bevölkerung zur Durchführung einer Laienreanimation bei einem Herz-Kreislaufstillstand laut Studien mit lediglich 15 Prozent sehr gering. Hier setzt das gemeinsame Projekt der „Mobilfunkaktivierten Laienreanimation“ an: Ersthelferinnen und Ersthelfer, die sich in der Nähe des Einsatzortes befinden, werden alarmiert. Damit soll sichergestellt werden, dass im Notfall dringend notwendige Wiederbelebungsmaßnahmen noch schneller durchgeführt werden als bisher.
Das Zeitintervall vom Eingang der Meldung bei der Integrierten Leitstelle bis zum Eintreffen des ersten Rettungsmittels am Notfallort (sogenanntes „Reaktionsintervall“) liegt im Stadtbereich bei durchschnittlich ca. acht bis neun Minuten und im Landkreis bei durchschnittlich ca. zehn Minuten. Der Sollwert liegt bei der Planung der Standorte der Rettungswagen zwar bei 12 Minuten, doch für die Betroffenen zählt im Ernstfall jede Minute. Um das therapiefreie Intervall zu verkürzen gibt es seit Jahren, vor allem bei den Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis München, die First Responder. Dadurch konnte die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes bereits um zwei bis drei Minuten verkürzt werden. Dank Ihnen können wir nun im Landkreis München das therapiefreie Intervall von fast 10 Minuten noch weiter reduzieren.
Herzlichen Dank für Ihr Engagement und Ihre Bereitschaft am Projekt „Mobilfunkaktivierte Laienreanimation“ mitzuarbeiten.

Ihr
Christoph Göbel
Landrat
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